"Als ich das erste Mal nach New York kam, empfahlen mir alte schwarze Jazzer, bloß keine weißen Musiker für meine Band zu mieten. Warum sollte ich das nicht tun? Weil der Weiße alles imitieren und nach einer Reihe von Jahren damit reich und berühmt wird, während ich arm bleiben werde. Das erzählten sie mir, weil es ihnen so gegangen war. Sie wollten mir einen Gefallen damit tun", berichtet der berühmte Altsaxofonist Steve Coleman, einer der Protagonisten des afroamerikanischen Independent-Jazz der späten 80er Jahre.
Das Zitat ist eines der Motti in Christian Broeckings zweitem Interviewbuch "Black Codes". Wie auch schon der im Handumdrehen vergriffene erste Band "Respekt!" (2004) versammelt die Publikation Gespräche mit namhaften US-amerikanischen JazzmusikerInnen, die sich um die Geschichte und die Probleme der Black Community in den Staaten drehen. Das Grundübel sei das One-Way-Ticket in die Sklaverei gewesen, resümiert die Dichterin Jayne Cortez in Broeckings aktuellem Buch. "Jeder von uns ist auf der Suche, da raus zu kommen, bis heute". 130 S. Kartoniert
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